ZINGANISATION:
Aktiver Schutz
Der kathodische oder aktive Schutz wird durch das enthaltene Zink erreicht. Das Zink (als Anode) opfert sich selbst und schütz so das Trägermetall (Kathode) vor Korrosion. Der Korrosionsschutz wird auch bei leichten Beschädigungen der Zinkschicht garantiert.
Andere etablierte kathodische Schutzverfahren, wie die Feuerverzinkung oder Spritzverzinkung, zeigen eine konstante Abnahmerate der Zinkschicht. Im Vergleich dazu wird bei ZINGA® die Abnahme der Zinkschicht drastisch reduziert , nachdem die Zinkschicht oxidiert ist. Die enthaltenen Zinkpartikel werden durch das organische Bindesystem umschlossen und geschützt, ohne das die elektrische Leitfähigkeit beeinflusst wird. Daher erzeugt ZINGA® die gleiche elektrochemische Spannungsdifferenz, zwischen der Anode (Zink) und der Kathode (Stahl), wie eine Feuerverzinkung. Jedoch mit einem niedrigeren Zinkverlust.
Unsere Prognose zur Zinkabnahme und folglich die zu erwartende Lebensdauer von ZINGA®, wird anhand der am Ende dieser Seite dargestellten Grafik veranschaulicht.
"Das in ZINGA® enthaltene Zink bildet in Verbindung zu Stahl die Opferanode, aber weist im Vergleich zur Feuerverzinkung eine wesentlich niedrigere Korrosionsrate auf." Auszug aus einer Studie BNF Filmer Report – Oxford UK.
Eine Vielzahl von so genannten Zinkstaubfarben sind auf dem Markt erhältlich, die behaupten einen aktiven Schutz zu bieten. Es sind jedoch mindestens 92% Zink (im trockenen Film) notwendig, damit dieses Schutzprinzip wirksam wird. Viele Farben bieten daher keinen aktiven Schutz!
ZINGA® enthält, in der ausgehärteten Schicht, mindestens 96% pures Zink (Reinheit von 99,99%). Die eingesetzten Zinkpartikel sind, im Vergleich zu den meisten Farben, bedeutend kleiner. So gewährleistet die minimale Größe und elipsenform unserer atomisierten Zinkpartikel, einen maximalen Kontakt der Partikel zueinander und zur Stahloberfläche. Die höhere Zinkdichte, kombinert mit der perfekten Leitfähigkeit des Bindesystems garantieren, dass Ladung durch jeden Milimeter beschichter Fläche fließen kann. Ein erheblich verbesserter aktiver kathodischer Schutz wird geboten.
Abbildung 1: Illustration unserer elipsenförmigen Zinkpartikel, umschlossen und geschützt durch das organische Bindesystem. Die elektrische Leitfähigkeit zwischen angrenzenden Partikeln und der Stahloberfläche wird durch diesen Überzug nicht beeinträchtigt. Die Zinkpartikel in ZINGA® sind so jedoch besser geschützt als Zink in einer Feuerverzinkung.
Falls die ZINGA® Beschichtung stark beschädigt und die Stahloberfläche freigelegt wird, bildet sich in diesen Bereichen lediglich Oberflächenkorrosion (Flugrost). Ernsthafte korrosive Beschädigungen wie Lochkorrsion treten nicht auf. Der Stahl weist keinerlei tiefergehende Zerstörungen auf, wenn die "Verfärbungen" in diesen Bereichen entfernt werden. So sind auch die blanken Stahloberflächen durch ZINGA® geschützt, die in einem Breich von 5mm außerhalb der Schichtgrenze liegen. Ebendo bei der Feuerverzinkung. Zink-Opferanoden, wie Sie auch am Schiffsrumpf verwendet werden, arbeiten nach dem selben Prinzip um den Stahl vor Korrosion zu schützen.
Passiver Schutz
Passive Schutzsysteme, wie z.B. Farben oder Ummantelungen, bilden eine "Barriere" zwischen der Stahloberfläche und den äußeren Elementen. Wird dieser Barriereschutz jedoch durch diverse Faktoren beeinträchtigt, können Feuchtigkeit und Salze an den beschädigten Bereichen Korrosion auslösen. Die passive Schutzschicht wird folglich intensiv durch Korrosion unterwandert. Dieses kann und wird erhebliche negative Kosequenzen zur Folge haben.
ZINGA® bildet eine Patina, aus Zinkoxiden und organischem Binder, auf seiner Oberfläche. Oxidteilchen hemmen die natürliche Durchlässigkeit des Zinks, wodurch eine undurchlässige Barriereschicht entsteht. Im Gegensatz zu anderen passiven Beschichtungen, werden Verletzungen der Zinkoxidschicht durch Reoxidation wieder geschlossen. Diese Zinkoxid-Schicht ist der Grund für das matte Aussehen von ZINGA®, verglichen zu glänzenden feuerverzinkten Oberflächen. Aber auch der Schlüssel zu der extremem Lebensdauer von ZINGA®!
Der Anlöseefekt
ZINGA® hat eine weitere einzigartige Eigenschaft: Die Fähigkeit eine bestehende Beschichtung wieder zu verflüssigen (liquidieren), wenn eine neue Schicht ZINGA® aufgetragen wird. Folglich wird eine neue homogene Gesamtschicht gebildet. ZINGA® ist beliebig oft und zeitlich unbegrenzt wieder aufladbar. Alte Schichten ZINGA® müssen daher, vor der Neubeschichtung, nicht entfernt werden. Massive Kosteneinparungen gegenwärtiger Instandhaltungen sind die positive Kensequenz! Sind die anfänglichen Oberflächenvorbehandlungen (Strahlung der Oberfläche oder Handentrostung) einmal ausgeführt, müssen diese nie wieder durchgeführt werden. Eine weitere nicht zu verachtende Kosteneinsparung die Sie einkalkulieren können.
Duplex (Mehrschicht) Systeme
Wenn ZINGA® als Teil eines Mehrschicht-Systems eingesetzt wird, z.B Überbeschichtung mit einem kompatiblen Farbsystem, bietet die Deckfarbe eine erste Barriereschutzschicht. Die Zinkoxide bilden jedoch einen zusätzlichen Barriereschutz, sobald die Deckfarbe durch verschiedene Faktoren in Ihrer Funktion beeinträchtigt wird. Wenn Farbsysteme naturgemäß mit der Zeit porös werden und Ihre Schutzfunktion dadurch verlieren, werden die durchlässigen Poren mit Zinkoxiden durch ZINGA® geschlossen. Hierdurch wird die Haltbarkeit des Farbsystems verlängert.
Die Lebensdauer des gesamten Duplex-Systems wird daher wie folgt hergeleitet: Haltbarkeit von ZINGA® summiert mit der des Farbsystems, mutipliziert mit dem Faktor 2,5!
Lebensdauererwartung








