20. Mai 2012

Der Vergleich zu Farbsystemen

Ein Farbsystem ist nicht mit einer Filmverzinkung® zu Vergleichen. Beide Verfahren gleichen sich zwar in Ihrer Anwendung, unterscheiden sich aber maßgeblich in Ihrer Schutzfunktion. Die Filmverzinkung® ist in Ihrer Schutzfunktion nur mit einer Verzinkung zu vergleichen. Verzinkungen garantieren einen kathodischen Korrosionsschutz. Das enthaltene Zink dient gegenüber edleren Metallen als Opferanode. Das Substrat ist vor Korrosion geschützt, bis die Opferanode vollständig korrodiert, also aufgebraucht ist.
ZINGA® bietet einen Zinkanteil von mindestens 96% Zink. Das Bindemittel ist galvanisch aktiv und somit elektrisch leitend. Die Opferanodenfunktion wird nicht beeinträchtigt. Durch den kathodischen Schutz werden Beschädigungen an der Zinkoberfläche beseitigt - der Korrosionsschutz bleibt gegeben. Unterrostungen sind ausgeschlossen.
Ein Farbsystem ist hingegen nicht als kathodisches System einzustufen. Selbst durch Zink- staubfarben erzeugte Überzüge bieten meist keinen aktiven Schutz, da die eingesetzten Bindemittel die Zinkpartikel isolieren. Ein Zinkanteil von mindestens 92% Zink ist notwendig um die kathodische Schutzfunktion gewährleisten zu können.
Farben und Lacke bieten einen passiven Barriereschutz, durch die Verwendung spezieller Pigmente, Bindemittel und Lösungsmittel. Die Wirkung der atmosphärischen Einflüsse auf das Substrat wird unterbunden. Meist werden passive Systeme mit hohen Schichtdicken appliziert um einen langlebigen Korrosionsschutz gewährleisten zu können. Diese Barriereschicht wird mit der Zeit durch korrosive Belastungen zerstört (UV-Strahlung, mechanische Beschädigungen, etc.) - die Schutzfunktion somit aufgehoben. Die äußeren Einflüsse wirken auf das Substrat und führen zur Oxida- tion. Eine Ausbreitung der Korrosion ist garantiert - Unterrostungen und Abplatzungen verhindern einen dauerhaften Schutz. Hohe Wartungs- und Instandsetzungskosten sind die Folge.



Der Vergleich zur thermischen Verzinkung

Im Jahre 1742 wurde das Feuerverzinken erfunden und für die praktische Anwendung weiterentwickelt. Durch das Eintauchen von Eisen oder Stahl in geschmolzenes Zink (ca. 450°C) wird ein metallischer Überzug aufgebracht. Eine widerstandsfähige Legierungsschicht aus Eisen und Zink bzw. Reinzink entsteht. Diese thermische Beanspruchung, der zu behandelnden Konstruktionen, sollte berücksichtigt werden (Richtarbeiten möglich). 
Die Schutzfunktion wird, wie bei der Filmverzinkung®, dadurch gewährleistet, dass Zink gegenüber edleren Metallen als Opferanode dient. Das Substrat ist vor Korrosion geschützt, bis die Opferanode vollständig korrodiert, also aufgebraucht ist. Beide Verfahren garantieren einen kathodischen Schutz.

Die kathodisch wirkende Schutzschicht wird bei der thermischen Verzinkung durch einen Tauchprozess hergestellt, der unbedingt von qualifiziertem Personal an speziellen Anlagen auszuführen ist. Meist werden diese Arbeiten in Deutschland von Service Betrieben in Lohnfertigung ausgeführt.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Konstruktionen feuerverzinkungsgerecht konstruiert und gefertigt werden. Zum Beispiel müssen die Abmessungen der Konstruktion und die Transportgewichte berücksichtigt werden. Beide Verfahren gewährleisten eine enorme Schutzdauer ohne Wartungs- und Instandhaltungskosten. Sie unterscheiden sich jedoch maßgeblich in Ihrer Anwendung.
Die Filmverzinkung® ist eine innovative Ergänzung zu den etablierten Korrosionsschutzsystemen. Überzeugen Sie sich selbst!